Freie Wähler mit FDP gemeinsam in Ausschüsse

Der Vorsitzende der Freien Wähler/Parteilose Wählergemeinschaft (FW/PWG) Alzenau, Peter Lenhardt, zeigte sich in der jüngsten Mitglieder-Versammlung in Michelbach zufrieden mit dem Kommunalwahlergebnis.

Trotz des zusätzlichen Bewerbers Kälberauer Liste steigerte die FW/PWG das Ergebnis um 0,1 % gegenüber den Wahlen im Jahre 2002 und konnte so die 2 Stadtratsmandate halten. Das Wahlziel, ein dritter Sitz im Stadtrat, wurde indes nicht erreicht, bedauerte Lenhardt. Der Grund hierfür wurde in den Stimmenverlusten in den kleinen Stadtteilen von Alzenau gesehen.

Eine Ursache dafür sahen die Mitglieder in der mangelhaften Öffentlichkeitsarbeit sowie den begrenzten finanziellen Mitteln der Freien Wähler. Durch die Schaffung von Stadtteilverantwortlichen soll es künftig einen Ansprechpartner für die Bürger in allen Stadtteilen geben.

Für Wasserlos/Hörstein wird dies Werner Bott sein. Für die anderen Stadtteile werden die Verantwortlichen noch benannt. Selbstverständlich seien darüber hinaus weiterhin die Stadträte Ralph Ritter und Peter Lenhardt für alle Bürger Alzenaus zu sprechen. Schließlich beschloss die Versammlung, für die kommende Wahlperiode eine Ausschussgemeinschaft mit der FDP zu bilden. Beiden Gruppierungen werde so eine bessere Präsenz in den Ausschüssen ermöglicht.

Ralph informierte die Mitglieder über aktuelle Stadtratsthemen. So wurde eingehend die Überarbeitung und Weiterentwicklung des Flächennutzungsplanes diskutiert. Hierbei kam man übereinstimmend zum Ergebnis, dass die Umgehungsstrasse für Michelbach und Albstadt absolut oberste Priorität hat.

Christine Kirchner und Anton Ulrich plädieren für eine ortsnahe Trassenführung, die Mehrheit der Mitglieder ist zudem der Meinung, man solle die Süd-Ost-Umgehung weiter im Flächennutzungsplan belassen. Dagegen könne die bisher von der PWG favorisierte „große Westumgehung“ aus der Planung gestrichen werden, da mit dem neuen Autobahnanschluss Alzenau-Mitte eine Alternative bestehe.

Außerdem würde die Trasse durch das Wasserschutzgebiet führen, so die PWG.

MAIN-Echo vom 19.04.2008

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